Swiss Food Sep08

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Swiss Food

Heute war ein spezieller Tag. Ein schweizerisches Nachtessen war angesagt. Ich erklärte mich bereit, eines meiner Lieblingsgerichte zu kochen.  Die Zutaten zu dieser Mahlzeit, welche Capuns genannt wird, waren äussert gut zu kriegen. Denn normalerweise sind die Mangoldblätter nicht einfach aufzutreiben. In Australien kann man diese aber in jedem Supermarkt kaufen.

Als ich dann began das Gericht nach dem Rezept (http://www.ractive.ch/capuns/) zu zubereiten, passierte mir etwas, was mir vermutlich nicht passiert wäre, hätte ich doch die englische Sprache besser im Griff 😉

Da stand im Rezept: „Mehl mit den Eiern und Milch mischen“ – Okey, kein Problem, wo war nochmals das Mehl, ah ja da in dem Regal steht „Corn Flour“, das wird es sein – Soweit so gut, denn „flour“ steht für Mehl, soviel war mir bereits bekannt, „corn“ kann ja nur für Korn, also Kornmehl stehen, dachte ich mir und somit handelt es sich um ein ganz normales (weiss)Mehl. Ich mischte das ganze und war irgendwie überrascht, dass nicht ein Teig entstand, sondern sich das Ganze zu einer flüssigen, milchigen Suppe verwandelte. – Hm was war da geschehen? Das Mehl scheint sich aufzulösen. Da kann ja was nicht stimmen. – Ich schaute also im Wörterbuch nach der Bedeutung „Corn Flour“

Nun für alle die es auch nicht gewusst haben:

„Corn“ steht nicht nur für „Korn“ (sprich Weizen), sondern auch für „Mais“. Es handelt sich bei „Corn Flour“ um das Produkt „Maizena“ (Speisestärke). Und so viel kann ich verraten -> zum Teig machen ist es nicht geeignet 🙂

Ich hatte also das Vergnügen von vorne zu beginnen. Schlussendlich kamen tatsächlich Capuns aus dem Ofen heraus, nur waren sie noch ganz weich und nicht gerade geniessbar. Das Problem: Sie waren bereits auf dem Tisch 😀 . Der Kommentar war dann auch etwa so: „Muss typisch schweizerisch sein, diese crémige Füllung“. Ich konnte das ganze dann noch retten, da glücklicherweise nicht alle Capuns den Weg auf den Tisch fanden und so im Ofen nach weiteren 20 Minuten die Capuns ihre richtige Bissfestigkeit erreicht hatten und auf den Verzehr warteten.

Das mit dem Englisch kann ja noch werden – hoffe ich